Campus Grafenegg

Musik begreifen, spielen, hören

Der Campus Grafenegg versteht sich als Anreiz für ein neues Publikum, das Musik als mehr als ein Hörerlebnis begreifen möchte. Historische und gesellschaftliche Bezüge fließen in das Programm des Campus ein und machen die Wechselwirkungen zwischen Kunst, Politik und Gesellschaft erfahrbar. Der Campus setzt neue Maßstäbe in der interdisziplinären Ausbildung junger Spitzenmusikerinnen und -musiker am Beginn ihrer professionellen Karriere. Gleichzeitig versteht sich Campus Grafenegg als Vermittlungseinrichtung für ein breites Publikum und bietet jungen Musikerinnen und Musikern eine aufbauenden Talenteförderung musikalischer und interdisziplinärer Ausrichtung. Mehr denn je sind Eigeninitiative und unternehmerischer Geist gefragt; vor diesem Hintergrund zeichnet sich das Bild der zukünftigen Musikerin und des zukünftigen Musikers und zielt auf eine aktive Rolle in der Gesellschaft ab. Die Einteilung in aktiv und passiv zwischen Ausführenden und Publikum löst sich auf. Dem Publikum eröffnet sich die Möglichkeit, von seiner klassischen Rolle in die aktive Beteiligung an den künstlerischen Prozessen zu gehen: Mit speziellen Formaten wie offenen Proben, Round-Table Diskussionen und Konzerten entstehen neue Wege, auch selten zu hörende Werke auf neue und intensivere Weise und im begleitenden Kontext kennen zu lernen.

Das Programm des Campus mit Vorträgen, Round-Table Diskussionen und ergänzenden Angeboten steht grundsätzlich allen Interessierten – Musikerinnen und Musikern sowie Publikum gleichermaßen – offen und fördert den Dialog zwischen ihnen, den Generationen und unterschiedlichen Herangehensweisen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der musikalischen Praxis im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und damit einhergehender historischer Entwicklungen. Der Campus Grafenegg wendet sich insbesondere an Musik liebende Menschen, die an musikalischen Prozessen teilnehmen möchten und die Querverbindungen zwischen Musik, Politik und Gesellschaft suchen.

 

Thema 2018: «Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Europa 2018»

Europa 1918: Gräben durchziehen Länder und Gesellschaften. Ein Stimmengewirr aus Sorgen und Ängsten prägt den Alltag, Künstlerinnen und Künstler können in dieser Situation nicht schweigen.
Wie sie zu jeder Zeit auf Veränderungen reagieren, sich selbst neu erfinden und sich auf die kommenden Herausforderungen einstellen, prägt das Programm des Campus Grafenegg in seinem ersten Jahr. Das Thema «Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Europa 2018» durchzieht 2018 als roter Faden alle Angebote der Campus-Plattformen und stellt die Musik im Spannungsfeld gesellschaftlicher und politischer Veränderungen in den Fokus der Auseinandersetzung. Für das Publikum entstehen Zugänge, die mehrere Aspekte des Themas beleuchten und dem Leitmotiv «Musik im Kontext neu begreifen, spielen und hören» folgen.

 

Leon Botstein der künstlerische Leiter

Leon Botstein, geb. 1946 in Zürich, ist seit 1992 Musikdirektor und Chefdirigent des American Symphony Orchestra, von 2003-2011 übte er diese Funktionen auch beim Jerusalem Symphony Orchestra aus..

 

 

Grafenegg Academy

In der Grafenegg Academy verdichten sich alle Angebote des Campus Grafenegg: Offene Proben, Vorträge, Round-Table-Diskussionen mit Publikumsbeteiligung und Konzerte fügen sich Ende Juni/Anfang Juli 2018 zu einem Gesamtbild und laden das Publikum ein, eine vielschichtige, kulturelle Erfahrung zu machen. Die Academy beschäftigt sich 2018 mit den musikalischen Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs und dem künstlerischen Umgang mit Veränderungen in Gesellschaft und Politik. Jeder Neuordnung folgen Veränderungen der Konventionen und Gewohnheiten, die kulturelle Praxis wird zum Echolot ihrer jeweiligen Zeit. Europa hatte 1918 Krisen und Nöte zu bewältigen, 100 Jahre später präsentiert sich der Kontinent zwar nicht vom Krieg gezeichnet, aber mit Instabilität und unerwarteten Herausforderungen konfrontiert. Die Programme der Grafenegg Academy rücken künstlerische Arbeit im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen in den Mittelpunkt.

European Union Youth Orchestra

Seit 2014 hat das European Union Youth Orchestra sein Summer Home in Grafenegg. Begleitend zum Proben- und Konzertbetrieb bietet Campus Grafenegg dem Orchester eine Möglichkeit der Förderung junger Talente und ihrer Kompetenzen als künstlerisch arbeitende Menschen. Ab Mitte Juli erarbeiten Mitglieder des European Union Youth Orchestra in Music Labs und Music Galleries verschiedene Facetten dieses Leitgedankens. Das Publikum kann ihnen dabei über die Schulter schauen. Welche kulturellen Strömungen haben Europa geformt und wie können sich angehende Berufsmusikerinnen und -musiker auf Herausforderungen von morgen vorbereiten? Was wird die Zuhörerinnen und Zuhörer in Zukunft erwarten? Diese und weitere Fragen werden 2018 unter dem Motto « Feiern und Herausforderungen –Zum Europäischen Jahr des Kulturerbes» untersucht.

Ink Still Wet

Wie erwachen für die Mehrheit der Menschen abstrakte, zu Papier gebrachte Zeichen zum Leben und werden erst damit zu Musik? Welcher Prozess findet hierbei statt?

Kosmos Kammermusik

Die European Chamber Music Academy greift diesen Leitgedanken in ihrer Arbeit Ende Mai 2018 im Hinblick auf Kammermusik und Improvisation auf. Als Talenteschmiede für Kammermusikensembles der jungen Generation ist sie der Förderung von Tradition und der Fortentwicklung europäischer Kammermusik verpflichtet. Ergänzende Vorträge und ein Improvisations-Workshop verstehen sich auch als ein Erlernen von Anpassungsfähigkeit und Wandelbarkeit.

Jugendsinfonieorchester Niederösterreich

Das Jugendsinfonieorchester Niederösterreich ist das größte permanente Orchesterprojekt für junge Menschen im Bundesland. Erleben Sie es bei seinen zwei Prélude-Konzerten in Grafenegg!

 

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