Grafenegg setzte mit der erfolgreichen Durchführung des 15. Grafenegg Festival erneut ein starkes Signal für Kulturveranstaltungen in Zeiten der Pandemie. 40.000 Gäste besuchten die Sommersaison in Grafenegg mit Sommernachtsgala, Sommerkonzerten und den Konzerten des Grafenegg Festival.

Das war das Grafenegg Festival 2021

Starsopranistin Renée Fleming und die Filarmonica della Scala di Milano unter Andrés Orozco-Estrada beschlossen am 5. September das 15. Grafenegg Festival am Wolkenturm. Das Konzert schließt damit den Kreis zu den Anfängen des Festivals - bereits 2007 begeisterte die Sopranistin bei der Eröffnung auf der Bühne des Wolkenturms.

Mit der erfolgreichen Durchführung des Festivals und der gesamten Sommersaison unter der künstlerischen Leitung von Rudolf Buchbinder konnte Grafenegg einmal mehr ein klares Zeichen für Kulturveranstaltungen in Zeiten der Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen setzen.

Während des vierwöchigen Festivals gastierten internationale Orchester und Musikerinnen und Musiker aus aller Welt in Grafenegg. Zentrale Säulen waren die Gastspiele der Philharmoniker aus Wien, München und Prag unter der Leitung von Herbert Blomstedt, Valery Gergiev und Semyon Bychkov mit Solisten wie Leonidas Kavakos und Rudolf Buchbinder. Einen besonderen Stellenwert im Programm hatte auch das Tonkünstler-Orchester als Residenzorchester. Weitere künstlerische Höhepunkte des Festivals waren unter anderen das Konzert des Tonhalle-Orchesters Zürich mit dem jungen Pianisten Jan Lisiecki unter der Leitung von Paavo Järvi sowie die Matineen mit Joyce DiDonato und Sergei Dogadin, für die sich das Auditorium einmal mehr als stimmungsvoller und akustisch hervorragender Konzertsaal erwies.

Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen konnte der diesjährige Composer in Residence Toshio Hosokawa nicht persönlich aus Japan nach Grafenegg kommen. Zur Eröffnung des Festivals erklang die Uraufführung seiner Fanfare. Im weiteren Verlauf des Festivals kam sein Konzert für Violine und Orchester mit Solistin Veronika Eberle und dem Tonkünstler-Orchester zur österreichischen Erstaufführung. Das Violinkonzert ist ein Auftragswerk des Grafenegg Festival, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, der Hong Kong Sinfonietta, des NKH Symphony Orchestra Tokyo, des Hiroshima Symphony Orchestra und des Prager Rundfunk-Sinfonieorchesters. Weitere Werke des japanischen Komponisten kamen in den Prélude-Konzerten zur Aufführung, darunter «The Raven» als Grafenegg-Debüt des Klangforum Wien.

Im Rahmen der am letzten Festivaltag nachgeholten Festival-Eröffnung 2020, die im vergangenen Jahr wetterbedingt abgebrochen werden musste, leitete Konstantía Gourzí die Uraufführung ihres Trompetenkonzerts «Ypsilon» mit dem Tonkünstler-Orchester und Solist Simon Höfele. Weiters war Beethovens Tripelkonzert mit Emmanuel Tjeknavorian, Harriet Krijgh und Rudolf Buchbinder zu hören.

Zu pandemiebedingten Einschränkungen kam es bei der Festival-Eröffnung, die ohne Chor stattfinden musste. Zudem konnten die Konzerte der Grafenegg Academy nicht wie geplant stattfinden.

40.000 Zuhörerinnen und Zuhörer besuchten die Sommersaison in Grafenegg von 10. Juni bis 5. September 2021 mit Sommernachtsgala, Sommerkonzerten und den Konzerten des Grafenegg Festival.

Die Zuschauerkapazität, die vorerst auf 75% limitiert war, konnte mit Juli auf volle Kapazität erhöht werden.

Das Programm für das Grafenegg Festival 2022 wird am 5. November 2021 im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien präsentiert.

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