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Brad Lubman: Komponist, Dirigent und Lehrer

Brad Lubman – Composer in Residence 2017: Brillanz durch Vielseitigkeit, Technik und Einfühlungsvermögen.

DER INTERNATIONALE NEUTÖNER

Brad Lubman – Composer in Residence 2017: Brillanz durch Vielseitigkeit, Technik und einfühlsame Interpretationen. 

Der Composer in Residence 2017, der amerikanische Dirigent und Komponist Brad Lubman, hat durch seine Vielseitigkeit, seine eindrucksvolle Technik und einfühlsamen Interpretationen in den letzten Jahrzehnten weltweit Anerkennung erlangt. Er arbeitet mit großen Orchestern in Europa und den USA zusammen, unter anderen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Shanghai Symphony Orchestra sowie dem Los Angeles Philharmonic.

Lubman arbeitet außerdem mit einigen der wichtigsten europäischen und amerikanischen Ensembles für Neue Musik, darunter das Ensemble Modern, die London Sinfonietta, das Klangforum Wien, das Ensemble Resonanz, die Los Angeles Philharmonic New Music Group und Steve Reich and Musicians. Er ist Professor für Dirigieren an der Eastman School of Music in Rochester (New York), außerdem unterrichtet er als Dozent beim Bang on a Can Sommerinstitut. Seine eigenen Kompositionen liegen in zahlreichen Einspielungen vor, die CD «insomniac» stellt ein Porträt seiner bisherigen Arbeit dar. Im Gespräch spricht der neue Composer in Residence über Generationen und die Natur als Inspiration.

Brad Lubman wird in Grafenegg drei seiner Werke vorstellen und den Composer-Conductor-Workshop INK STILL WET leiten.

Herr Lubman, in Grafenegg treffen Sie junge KomponistInnen und DirigentInnen – was erwartet Sie?

Es ist immer sehr erfrischend, Künstlerinnen und Künstler der jungen Generation zu treffen, weil man selbst wieder von ihrem Enthusiasmus angesteckt wird. Die Frage der Generationen ist nicht zu unterschätzen: Man vergisst zu oft, dass man selbst einmal einer dieser jungen, emotionalen und ungezügelten Kunstschaffenden war, die hoffen, durch ihre Kunst ein Publikum zu bewegen und etwas ausdrücken zu können.

Sie selbst präsentieren auch drei Werke im Grafenegg Festival: Wie würden Sie diese Stücke beschreiben?

Den Geist der Fanfare lege ich eher festlich an, sie soll ein großes Gefühl hervorrufen – eines, das die Freude vor einem großen Open Air-Festival bestimmt. Die anderen beiden Stücke, «Reflections» und «Theater Of The Imagination», sind in jenem Stil verfasst, in dem der Zuhörer eingeladen wird, eine Traumwelt zu betreten. Die Idee besteht darin, das Publikum an akustische Orte der Vorstellung zu führen, die es vielleicht nie erwartet hat.

Grafenegg ist ein einmaliger Ort mitten in der Natur. Wird diese Umgebung Sie und Ihre Workshop-TeilnehmerInnen beeinflussen?

Natürlich beeinflusst die Umgebung immer auch die Kunst. Ich spüre das an mir selbst: Es macht einen Unterschied, ob man auf dem Land, in den Bergen oder in einer großen Stadt komponiert. All das wirkt sich auf die Musik und den Ausdruckswillen aus. Und ich bin sicher, dass die Natur in Grafenegg uns allen eine Inspiration sein wird. Aber am meisten freue ich mich darauf, dass wir als MusikerInnen ebenso wie das Publikum an diesen Ort kommen, um zuzuhören, unsere Ohren zu öffnen und uns verblüffen zu lassen.