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Die Stars der Sommernachtsgala 2026

Biografien
Illuminated Wolkenturm

Veröffentlicht: 25/05/2026

Auf der Bühne des Wolkenturms findet sich bei der Sommernachtsgala 2026 eine erlesene Künstler:innenschar zusammen: die US-amerikanische Sopranistin Angel Blue, der aus der Ukraine stammende Tenor Bogdan Volkov, die in Salzburg geborene Cellistin Julia Hagen und das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung seines Chefdirigenten Fabien Gabel. Gemeinsam gestalten sie den Auftakt in einen reichhaltigen Jubiläumssommer, der am 14. August in das 20. Grafenegg Festival münden wird. 

Angel Blue

Sopran
Angel Blue
Angel Blue © Dario Acosta

Angel Blue zählt zu den begehrtesten Sopranistinnen unserer Zeit. Die zweifache Grammy-Preisträgerin, Preisträgerin des Beverly Sills Award 2020 und Gewinnerin des Richard Tucker Award 2022 wird weltweit für ihre bewegende Darstellung großer Partien gefeiert, darunter die Titelrollen in Giuseppe Verdis «Aida» und Giacomo Puccinis «Tosca», Violetta in Verdis «La Traviata», Bess in George Gershwins «Porgy and Bess», Mimì in Puccinis «La Bohème» sowie Destiny/Loneliness/Greta in Terence Blanchards «Fire Shut Up in My Bones».

Die Spielzeit 25/26 begann Angel Blue als Bess in einer Neuproduktion von «Porgy and Bess» an der Houston Grand Opera. Sie kehrte als Tosca an die Opéra national de Paris zurück sowie als Mimì und Liu («Turandot») an die New Yorker Metropolitan Opera. Auf der Konzertbühne stand sie mit dem Houston Symphony in Florent Schmitts «Psalm 47» auf der Bühne sowie bei Christmas in Vienna 2025 im Wiener Konzerthaus. Gemeinsam mit dem Pianisten Bryan Wagorn gab sie Liederabende beim Reykjavík Arts Festival, in der Spivey Hall und bei Four Arts Palm Beach. In der Saison 24/25 sang sie an der Metropolitan Opera Margarita Xirgu in Osvaldo Golijovs erster Oper «Ainadamar» und gab ihr Rollendebüt als Aida unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin.

Puccinis «La Bohème» spielt eine besondere Rolle in Angel Blues Karriere. 2007 gab sie ihr US-Operndebüt als Musetta an der Los Angeles Opera, während sie Mitglied des Young Artist Program des Ensembles war, und debütierte anschließend 2015 in derselben Rolle am Teatro alla Scala in Mailand. Die Mimì sang sie erstmals 2014 an der English National Opera in London sowie seitdem u.a. bei ihren Hausdebüts an der Wiener Staatsoper, an der Semperoper Dresden, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Metropolitan Opera und in der Spielzeit 24/25 an der Bayerischen Staatsoper.

Angel Blue trat in Recitals und Konzerten in über 40 Staaten auf. Sie sang u.a. Konzertfassungen von «Porgy and Bess» mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und mit dem Philadelphia Orchestra unter Marin Alsop, Mahlers 2. Symphonie mit den Münchner Philharmonikern unter Zubin Mehta, Verdis Messa da Requiem mit Oleg Caetani in Sydney, Richard Strauss’ «Vier Letzte Lieder» und Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit dem London Philharmonic Orchestra sowie Peri in Robert Schumanns «Das Paradis und die Peri» mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom.

Es ist Angel Blue ein großes Anliegen, junge Sänger:innen in der Opernwelt zu unterstützen und aufzubauen. Sie wuchs in Kalifornien auf, schloss ihr Musikstudium an der UCLA ab und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in New Jersey.

Bogdan Volkov

Tenor
Bogdan Volkov
© Monika Rittershaus

Bogdan Volkov zählt zu den gefragtesten lyrischen Tenören seiner Generation und gastiert regelmäßig an international führenden Opernhäusern. In der Saison 25/26 war er unter anderem als Don Ottavio in Wolfgang Amadeus Mozarts «Don Giovanni», als Le Chevalier in Francis Poulencs «Dialogues des Carmélites» und als Lenski in Pjotr Iljitsch Tschaikowskis «Eugen Onegin» an der Wiener Staatsoper zu erleben, als Tamino in Mozarts «Die Zauberflöte» an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, erneut als Lenski in «Eugen Onegin» an der Opéra national de Paris, als Vaudémont in Tschaikowskis «Iolanta» an der Opéra de Rouen und als Ferrando in Mozarts «Così fan tutte» am Opernhaus Zürich.

Für 26/27 stehen unter anderem «Don Giovanni» am Royal Opera House, Uriel in Joseph Haydns «Die Schöpfung» mit dem Boston Symphony Orchestra, Nemorino in Gaetano Donizettis «L’elisir d’amore» an der Wiener Staatsoper, Kudrjaš in Leoš Janáčeks «Kat’a Kabanova» am Teatro Real in Madrid und Lewko in Nikolai Rimski-Korsakows «Die Mainacht» an der Opéra de Lyon auf dem Programm.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen Don Ottavio und Ferrando an der Wiener Staatsoper, Tamino und Alfredo in Giuseppe Verdis «La Traviata» an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Lenski am Teatro Real in Madrid und an der Hamburgischen Staatsoper, Prinz Guidon in Rimski-Korsakows «Das Märchen vom Zaren Saltan» am Teatro Real und an La Monnaie in Brüssel, Lenski in Wien sowie Ferrando in Christof Loys Neuproduktion von «Così fan tutte» bei den Salzburger Festspielen. Einen besonderen Erfolg feierte er als Fürst Myschkin in Mieczysław Weinbergs «Der Idiot» in der Regie von Krzysztof Warlikowski, dirigiert von Mirga Gražinytė-Tyla, bei den Salzburger Festspielen 2024.

Bogdan Volkov studierte Gesang am Glier-Institut für Musik in Kyjiw. 2013 schloss er seine Ausbildung an der Tschaikowski-Musikakademie der Ukraine ab. Anschließend absolvierte er das Ausbildungsprogramm des Bolschoi-Theaters in Moskau und wurde daraufhin in dessen Ensemble aufgenommen. Von 2022 bis 2023 war er Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper Unter den Linden, wo er bereits 2019 als Don Antonio in Sergej Prokofjews «Die Verlobung im Kloster» unter Daniel Barenboim debütiert hatte.

Bogdan Volkov gewann den Ersten Preis sowie den Publikumspreis bei der Paris Opera Competition 2015 und den Zweiten Preis bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb 2016. Von der Zeitschrift «Opernwelt» wurde er zum Sänger des Jahres gekürt. Er war nominiert für die International Opera Awards in der Kategorie «Reader’s Award» sowie für den Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie «Beste Hauptrolle» in Weinbergs «Der Idiot» bei den Salzburger Festspielen.

Julia Hagen

Violoncello
Julia Hagen
© Simon Pauly

Natürlichkeit und Wärme, Vitalität und der Mut zum Risiko: Diese Qualitäten werden regelmäßig genannt, wenn von Julia Hagens Spiel die Rede ist. Die Cellistin aus Salzburg wurde 2024 mit dem «UBS Young Artist Award» ausgezeichnet, der mit einem Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Christian Thielemann im Rahmen des Lucerne Festivals verbunden war. 2025 war sie zuletzt mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla in Luzern und in Grafenegg zu Gast. Im Musikverein Wien war Julia Hagen in der Saison 25/26 als «Künstlerin im Fokus» mit Antonín Dvořáks Cellokonzert mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša, in einem Rezital mit Sir András Schiff sowie in zwei Klaviertrio-Programmen zu erleben.

Julia Hagen ist regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen, bei der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg, beim Heidelberger Frühling und beim Festival de Pâques in Aix-en-Provence. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit der Camerata Salzburg und dem Mozarteumorchester. Als Solistin spielt sie mit bedeutenden Orchestern, darunter das Cleveland Orchestra, das hr-Sinfonieorchester, das London Philharmonic Orchestra, das Orquesta Nacional de España sowie die Wiener Symphoniker. Sie arbeitet mit Dirigent:innen wie Alain Altinoglu, Elim Chan, Thomas Guggeis, Paavo Järvi, Andrés Orozco-Estrada und Petr Popelka zusammen.

Besonders am Herzen liegt ihr die Kammermusik, die sie in die Berliner Philharmonie, die Londoner Wigmore Hall, die Zürcher Tonhalle und den Wiener Musikverein geführt hat. Zu ihren Partner:innen gehören u.a. Igor Levit, Gautier Capuçon, Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Lukas Sternath und Leif Ove Andsnes. In der aktuellen Spielzeit gastierte sie mit dem Hagen-Quartett im Wiener Konzerthaus, bei den Dresdner Musikfestspielen und im Pierre-Boulez-Saal in Berlin. Das Konzerthaus Dortmund porträtiert Julia Hagen über drei Spielzeiten hinweg als «Junge Wilde» in Kammermusikformaten ebenso wie solistisch mit Orchester.

Ihrer Ausbildung bei Enrico Bronzi in Salzburg und Reinhard Latzko in Wien folgten prägende Jahre in der Klasse von Heinrich Schiff in Wien sowie ein Studium bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin. Als Stipendiatin der Kronberg Academy studierte Julia Hagen darüber hinaus bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Mit dem Herbstsemester 2025 folgte sie dem Ruf an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Professorin für Violoncello.

Bei der Deutschen Grammophon und Hänssler Classic erschienen Aufnahmen mit Werken von Johannes Brahms, Gabriel Fauré und Richard Strauss. Julia Hagen spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684), das ihr privat zur Verfügung gestellt wird.

Fabien Gabel

Dirigent
Fabien Gabel
Fabien Gabel © Sofija Palurovic

Fabien Gabel ist Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich, eine Position, die er im Juni 2025 mit der Sommernachtsgala in Grafenegg angetreten hat. Er wird für seinen sorgfältigen Umgang mit der Partitur gelobt und ist für seine eklektische Repertoireauswahl bekannt, die neben dem symphonischen Kernrepertoire und der Neuen Musik auch Werke weniger bekannter Komponistinnen und Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts einschließt. 

Regelmäßig steht er am Pult internationaler Spitzenorchester, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre National de France, das Oslo und das Helsinki Philharmonic Orchestra, das Cleveland Orchestra und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. In der Konzertsaison 24–25 kehrte er auch zum Chicago Symphony Orchestra, Luzerner Sinfonieorchester, Belgian National Orchestra, zum Malmö und zum Melbourne Symphony Orchestra zurück. Darüber hinaus trat er mit dem Sinfonieorchester Basel, der Orquesta Sinfónica de Castilla y León, der Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, dem Verbier Festival Chamber Orchestra beim Tongyeong International Music Festival und mit dem Aspen Festival Orchestra auf. Im Oktober 2025 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er acht Vorstellungen von Georges Bizets Oper «Carmen» dirigierte. In seiner Heimat arbeitet Gabel regelmäßig mit allen großen Orchestern in Paris und feierte in der Saison 22–23 ein hoch gelobtes Debüt an der Opéra national de Paris. 

Nachdem Fabien Gabel 2004 als Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs internationale Aufmerksamkeit erregte, arbeitete er von 2004 bis 2006 als Assistenzdirigent des London Symphony Orchestra. Von 2012 bis 2021 war er Musikdirektor des Orchestre symphonique de Québec und von 2017 bis 2021 des Orchestre Français des Jeunes.

Geboren wurde Fabien Gabel in Paris als Sohn einer Musikerfamilie. Er begann im Alter von sechs Jahren mit dem Trompetenspiel und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Bevor er seine Karriere als Dirigent begann, spielte er in verschiedenen Pariser Orchestern unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Colin Davis, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle und Bernard Haitink.

2020 wurde er von der französischen Regierung zum «Chevalier» im «Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Ministerium für Kultur und Kommunikation «Persönlichkeiten, die sich auf außergewöhnliche Weise durch ihr Wirken im künstlerischen bzw. literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Stärkung der Ausstrahlungskraft der Kultur in Frankreich sowie weltweit verdient gemacht haben». Sie gilt als höchste kulturelle Ehrung Frankreichs.

Tonkünstler-Orchester

Niederösterreich
Tonkunstler Orchestra
Tonkunstler Orchestra © Nancy Horowitz

Grafenegg ist eine der großen exklusiven Spielstätten des Tonkünstler-Orchesters. Mit symphonischen Programmen und Festtagskonzerten sorgt es im Rahmen der «Jahreszeitenklänge» ganzjährig für attraktive, stilistisch vielseitige Musikerlebnisse. Die Sommersaison wird von den Tonkünstlern mit der traditionellen Sommernachtsgala eröffnet, die in Österreich und weiteren europäischen Ländern im Fernsehen und im Radio ausgestrahlt wird. Als erstes Residenzorchester spielen sie auch im Programm des Grafenegg Festival eine maßgebliche Rolle und stehen beim jährlichen Composer-Conductor-Workshop «Ink Still Wet» als Werkstatt-Orchester zur Verfügung; in unterschiedlichen Ensembles gestalten sie auch Prélude-Konzerte.

Das Tonkünstler-Orchester gilt als eine der wichtigsten Institutionen der österreichischen Musikkultur und pflegt das Konzertrepertoire von der Wiener Klassik über die Romantik bis ins 21. Jahrhundert. Chefdirigent ist seit Juni 2025 der Franzose Fabien Gabel, sein Vorgänger Yutaka Sado ist Ehrendirigent.

Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet die Tonkünstler mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Musikverein Wien, der erfolgreichsten Programmreihe des Orchesters. Auch alternative Programmwege, wie die «Plugged-In»-Reihe mit symphonischer Weltmusik und das moderierte Konzertformat «Erklärt.Erlebt!», werden von Publikum und Presse geschätzt. Mit ihrem Programm zum Jahreswechsel erfreuen die Musiker:innen alljährlich tausende Menschen in Wien und Niederösterreich. 

Neben Grafenegg – im Schlosshof begann im August 1973 die mehr als 50-jährige Erfolgsgeschichte des Residenzorchesters – und dem Musikverein Wien zählen das Festspielhaus St. Pölten sowie die Stadttheater in Wiener Neustadt und Baden zu den exklusiven Spielstätten der Tonkünstler.

Tourneen führten sie nach Deutschland, Spanien, Slowenien, Tschechien, Südkorea und Taiwan, ins Baltikum sowie wiederholt nach Japan und Großbritannien. Zahlreiche Audio-Aufnahmen spiegeln ihr umfassendes künstlerisches Profil wider.

Audience at the Wolkenturm in front of Grafenegg Castle
© Sofija Palurovic
    Angel Blue
    Grafenegg presents Season Sounds Green Event
    11/06/2026 Th
    20.15

    Sommernachtsgala

    Tonkunstler Orchestra · Angel Blue ·  Bogdan Volkov · Julia Hagen · Fabien Gabel

    NICOLAI / LEONCAVALLO / GOUNOD / MOZART / PUCCINI / SAINT-SAËNS / TSCHAIKOWSKI / CHARPENTIER / CHAMINADE / ROSSINI / LOEWE / GIORDANO

    Grafenegg Wolkenturm Wolkenturm
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    Tonkunstler Orchestra · Angel Blue ·  Bogdan Volkov · Julia Hagen · Fabien Gabel

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