Campus entdecken

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Campus entdecken 2019

Philosophie

10 Argumente für eine Teilnahme

Formate

Thema 2019

Music Galleries

 

 

PHILOSOPHIE

MITEINANDER UND VONEINANDER LERNEN

 

Dass Lernen nicht unbedingt nur in der Stille der eigenen Räume oder in einer Universität oder Schule erfolgen muss, ist nur einer der augenfälligsten Vorzüge des Campus Grafenegg. Das einzigartige Ambiente von Schloss, Park und Natur in Grafenegg sowie die bekannte Gastlichkeit in Niederösterreich laden Konzertbesucherinnen und -besucher aus aller Welt, international gefeierte Stars und Mitglieder renommierter Spitzenorchester zum Verweilen ein – mitten in einem lebendigen und für alle Anwesenden in vielen Facetten bereichernden Musikkosmos. Zentral für die Bereiche des Campus ist, miteinander Musik zu schaffen und erlebbar zu machen. Sowohl für Lehrende, Studierende, Musikschülerinnen und Musikschüler als auch für Profimusikerinnen und Profimusiker sowie Komponistinnen und Komponisten wurde hier ein Ort der Begegnung und Fortbildung geschaffen, der darüber hinaus eine unmittelbare Präsentation der Ergebnisse im bestmöglichen Rahmen erlaubt – auf der Open Air-Bühne Wolkenturm und im Konzertsaal Auditorium. Die bisherigen Studienerfahrungen werden in wertvoller Weise ergänzt: Durch die Partnerschaften mit dem European Union Youth Orchestra (EUYO), der European Chamber Music Academy (ECMA), der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dem Jugendsinfonieorchester Niederösterreich (JSO) sowie dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich bietet der Campus eine in dieser Form einzigartige Plattform für Musikerinnen und Musiker auf dem Weg zu einer professionellen Karriere.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren zum einen von der Präsenz namhafter Tutorinnen und Tutoren aus der musikalischen Praxis, die sich ihrer individuell annehmen, zum anderen gewinnen sie in hohem Maße durch den gegenseitigen Austausch – das Lernen voneinander. Mitstudierende sollen unmittelbar in den kreativen Prozess eingreifen, wodurch ein intensiver Diskurs über verschiedene Ansätze stattfinden kann. Kollegialität wird zum Kern des Lernens am Campus Grafenegg und unterstützt die Auseinandersetzung mit dem eigenen Musizieren. Das Knüpfen neuer Kontakte bildet die Grundlage für mögliche dauerhafte künstlerische Partnerschaften, die von hier ihren Ausgang nehmen können. Gleichzeitig besteht ein intensiver Kontakt mit dem Publikum, das sowohl Eindrücke aus der «Werkstatt» bekommt als auch in den Konzerten zum verständigen Vis-à-vis wird.

Hintergründe und Zusammenhänge der ausgewählten Werke erschließen sich durch die angebotenen Veranstaltungen ebenso wie im Austausch untereinander, mit den Tutorinnen und Tutoren sowie den Dirigentinnen und Dirigenten. Darüber hinaus gibt der Campus mit den regelmäßigen Auftritten des EUYO, das Residenzorchester in Grafenegg ist und hier sein Summer Home hat, und des Jugendsinfonieorchesters Niederösterreich Einblicke in die Arbeitsweise eines aus gesamteuropäischen und eines aus regionalen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern gebildeten Orchesters.

Ein weiterer Fixpunkt des Campus ist das europaweit vernetzte Kammermusikprogramm von Musikuniversitäten und Festivals, die ECMA. Dafür werden Ensembles, die am Anfang ihres internationalen Weges stehen, nach Grafenegg eingeladen, wo sie in Meisterklassen mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen arbeiten können und in sogenannten Music Labs mit thematischen Hintergründen vertraut werden. Generell ist der Ansatz des Campus Grafenegg, ein ergänzendes Angebot für junge (Profi-)musikerinnen und –musiker zu schaffen, Aspekte zu berücksichtigen, die im regulären Hochschulbetrieb oft zu kurz kommen und ein interdisziplinäres Programm zu schaffen, das über das perfekte Spiel hinausgeht, zum Beispiel «Wie begegne ich Auftrittsängsten?», «Wie präsentiere ich mein Ensemble?» oder «Welche Informationen sollte ich zum ausgewählten Repertoire haben?».

Eine der Säulen des Campus Grafenegg ist in diesem Zusammenhang das 2018 ins Leben gerufene Grafenegg Academy Orchestra, das sich aus am Beginn ihrer professionellen Karriere stehenden hochbegabten Musikerinnen und Musikern zusammensetzt. Sie erhalten die Möglichkeit, den Arbeitsprozess und den Betrieb in einem symphonischen Orchester kennenzulernen, und zusätzlich zu ihrem technischen Können wichtige Werkzeuge für ihre musikalische Zukunft.

2019 steht der Campus unter dem Motto «Klangkosmos und Bildwelten». Dadurch entstehen interdisziplinäre Verbindungen, und es bietet sich eine weitere Inspirationsquelle für die musikalische Arbeit. Auch das diesjährige Symposium des Campus widmet sich dem Jahresthema und richtet sich an Lehrende von Musikschulen und Kreativ-Akademien, an Studierende und Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verschiedenen Campus-Klangkörper. Dass neben allem reproduzierenden musikalischen Arbeiten in Grafenegg schließlich auch neueste schöpferische Prozesse im Rampenlicht stehen, ist mit dem Composer Conductor-Workshop INK STILL WET garantiert, der 2019 vom Composer in Residence des Grafenegg Festivals Peter Ruzicka betreut wird. Komponistinnen und Komponisten aus Europa und Übersee sind eingeladen, sich mit Stücken zu bewerben, die vor Ort erarbeitet, selbst dirigiert und im Konzert einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

 

10 ARGUMENTE FÜR EINE TEILNAHME

 

  1. Musizieren mit Musikerinnen und Musikern aus der ganzen Welt. Die Vielfalt der Herkunftsländer und der Alters- und Ausbildungslevels der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Campus ermöglicht einen unmittelbaren, spartenübergreifenden Erfahrungsaustausch, der alle Grenzen überwindet und aus dem ein weitreichendes Netzwerk resultiert.
  2. Lernen voneinander. Musikerinnen und Musiker gewinnen in hohem Maß durch gegenseitigen Austausch. Kollegiales Lernen steht im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem eigenen Musizieren am Campus Grafenegg.
  3. In spannenden Music Labs wartet auf die Musikerinnen und Musiker all das, was für ihren Beruf zusätzlich zu ihrer jeweiligen fachlichen Ausbildung wesentlich ist, aber nur selten während des Studienjahres vermittelt wird. Thematisiert werden unter anderem Bereiche wie Repertoire, Kontext, Auftrittsangst oder Audience Development.
  4. Namhafte Tutorinnen und Tutoren aus erstrangigen Klangkörpern wie dem Chamber Orchestra of Europe, Concertgebouw-Orchester, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und BBC Symphony, Mitglieder namhafter Kammermusikensembles (Meta4 Streichquartett, Boulanger Trio, Artis-Quartett Wien) und auch der diesjährige Composer in Residence des Grafenegg Festivals‚ Peter Ruzicka, stehen für die Arbeit mit den Studierenden zur Verfügung und zeigen dabei vollen Einsatz.
  5. Klang trifft Kulisse. Einmal in Grafenegg gewesen, ist man von der atemberaubenden Szenerie begeistert. Natur, Schloss und prachtvoller Park sowie Kulinarik laden gleichermaßen zum entspannten Verweilen wie zu energiegeladenem Musizieren ein.
  6. Leben, Lernen und Auftritte vereinen sich in Grafenegg auf 32 Hektar zwischen Schloss, Wolkenturm, Cottages und Auditorium. Neben allem Arbeiten kommt auch die gemeinsame Freizeit nicht zu kurz. Die Vertiefung bestehender und der Aufbau neuer Freundschaften sind Teil der persönlichen Bilanz, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Grafenegg mitnehmen.
  7. Außergewöhnliche Aufführungsstätten. Die Verbindung aus historischer Bausubstanz mit modernster Konzertarchitektur und hervorragender Akustik, die Grafenegg mit seinem Schloss, dem Auditorium und der Open Air-Bühne Wolkenturm anbietet, stellt Proben- und Auftrittsorte dar, die ein einzigartiges Ambiente schaffen.
  8. Zusätzliche Auftrittsmöglichkeiten bietet die Campus-Vielfalt im Rahmen von Music Galleries, Musik im Park, Préludes und Late Night Sessions sowie weiteren Veranstaltungen in und um Grafenegg.
  9. Konzerte am Wolkenturm und im Auditorium ziehen nicht nur ein internationales Publikum an, sondern sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Campus
    während der Residenzen bei freiem Eintritt zugänglich.
  10. Teil-Werden als Alumni des Campus Grafenegg. Das Kennenlernen von Kolleginnen und Kollegen bildet die Grundlage für künftige künstlerische Partner- und
    Freundschaften, die von hier ihren Ausgang nehmen können.

 

 

FORMATE

IM KERN ERFASST

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen nicht nur durch den Unterricht bei erfahrenen Tutorinnen und Tutoren, sondern auch in hohem Maß durch den gegenseitigen Austausch – das Lernen mit- und voneinander. Alle können sich unmittelbar in den kreativen Prozess einbringen und einen Diskurs über verschiedene Ansätze führen. Kollegialität wird zum markanten Kennzeichen der täglichen Auseinandersetzung.

Als Bestandteil der Campus-Angebote werden über die Proben hinaus in den sogenannten Music Labs im Gespräch mit Expertinnen und Experten weitere wichtige Aspekte des zukünftigen Berufslebens vermittelt – darunter etwa der Umgang mit Auftrittsangst, die Präsentation in Konzerten und Musikvermittlung. Die Labs finden sowohl mit dem European Union Youth Orchestra als auch im Rahmen der European Chamber Music Academy statt. Im Vordergrund steht nicht das perfekte Spiel, sondern die Persönlichkeitsbildung als Musikerin und als Musiker. Die gewonnenen Erkenntnisse und das Erlernte leisten einen wesentlichen Beitrag für alle zukünftigen musikalischen Unternehmungen.

Der Campus Grafenegg bietet darüber hinaus im Rahmen der Schlossklänge, der Sommerkonzerte und des Grafenegg Festivals die Möglichkeit für Auftritte in Abendkonzerten, Préludes, Pop-up Konzerte, Music Galleries, Late Night Sessions, Musik im Park und vieles mehr.

Music Gallery. Ursprünglich im Schloss Grafenegg beheimatet, werden heuer erstmals auch renommierte Gemäldesammlungen und Museen, wie die Kunstmeile Krems als Veranstaltungsorte der Galleries herangezogen. Es ergibt sich von selbst, dass hier auch das Jahresthema «Klangkosmos und Bildwelten» im Vordergrund steht. Musikerinnen und Musiker des Campus Grafenegg sind eingeladen, sich in bereits bestehenden oder seitens des EUYO eigens dafür gebildeten Formationen der Auseinandersetzung mit Meisterwerken der bildenden Künste zu stellen.

Late Night Sessions. Kreativität und Spielfreude werden in Grafenegg nicht nur im Bereich der klassisch ausgerichteten Proben- und Konzertarbeit großgeschrieben. Mitglieder des EUYO finden sich nach den abendlichen Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre zu kleineren Ensembles zusammen und bieten Nachtschwärmern einen Ausklang mit musikalischen Darbietungen, die außerhalb des üblichen Repertoires stehen und so dem an diesem Tag bereits Erlebten weitere farbige Facetten hinzufügen.

Musik im Park führt die Besucherinnen und Besucher an den vier Festival-Sonntagen jeweils um 14.30 Uhr bei freiem Eintritt nach Grafenegg. Bei Spaziergängen im Grünen lassen sich aus unterschiedlichsten Formationen bestehende junge Ensembles des Campus außerhalb der klassischen Spielstätten erleben. Die verschiedenen dafür ausgesuchten Plätze im weiträumigen Schlosspark laden dazu ein, zu verweilen und Musik mit allen Sinnen mitten in der Natur auf sich einwirken zu lassen.

 

 

THEMA 2019

«KLANGKOSMOS UND BILDWELTEN»

 

Die Vielfalt des Campus-Angebots findet eines ihrer vereinenden Elemente im dramaturgisch übergeordneten Jahresthema. Mit «Klangkosmos und Bildwelten» stehen 2019 die Verbindung verschiedener künstlerischer Welten und ihr Einwirken auf das Individuum und die Gesellschaft im Blickfeld. In den Orchesterkonzerten, Music Labs und Music Galleries kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und das Publikum auf verschiedenste Art immer wieder mit diesem Gedanken in Berührung. Sie zeigen, welche Wechselwirkungen sich auf ganz natürliche Weise zwischen Musik und visueller Wahrnehmung ergeben und wie diese gezielt entstehen können. Dies schafft interdisziplinäre Verknüpfungen und bietet eine unmittelbare Inspirationsquelle für das musikalische Arbeiten. Mehrere Programme stellen musikalisches Gestalten vor den Hintergrund bildnerischen Schaffens der letzten Jahrhunderte. Dabei wird in gezielter Reaktion auf den jeweiligen Ort – Schloss Grafenegg ebenso wie ausgewählte Museen in Niederösterreich und Wien – eingegangen. Die Verbindung aus Klang und Bild ermöglicht für Publikum wie Musizierende ein Neu-Erleben der Kunst, die sie umgibt.

Auch das diesjährige Symposium zum Campus widmet sich dem Jahresthema und richtet sich an Lehrende von Musikschulen und Kreativ-Akademien, an Studierende und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verschiedenen Campus-Klangkörper. In den Music Labs der European Chamber Music Academy (ECMA) wird in Hinblick auf das breite Feld der Filmmusik und die aktuellen technisch schier unerschöpflichen Möglichkeiten von Sounddesign gearbeitet werden.

Eine der faszinierenden Möglichkeiten, sich «Klangkosmos und Bildwelten» zu erschließen, wird am 21. Juli in Grafenegg angeboten. Das Publikum begleitet Musikerinnen und Musiker des European Union Youth Orchestra auf vier Pfaden durch das Schloss. Anhand von Beispielen wie Edward Elgars «Enigma-Variationen», Joseph Haydns «Sonnenaufgang»-Quartett oder Benjamin Brittens Sea Interludes kann ein unmittelbares Zusammentreffen von Klang und Bildern erlebt werden. Auch die abendlichen Veranstaltungen greifen bildliche Darstellungen in der Musik auf, wie sie etwa in Ludwig van Beethovens musikalisches Historiengemälde «Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria» und in Nikolai Rimski-Korsakows symphonischer Märchenerzählung «Scheherazade» verwirklicht sind. Letztere wird das Jugendsinfonieorchester Niederösterreich vom Campus ausgehend sowohl in Grafenegg (10. August) als auch im Rahmen einer großen Music Gallery unter dem Motto «Tausend und ein Klang» (11. August) auf dem Hauptplatz in Melk zum Erklingen bringen.

 

 

 

 

Music Galleries

AUF REISEN: GRAFENEGG x NIEDERÖSTERREICH

Ursprünglich im Schloss Grafenegg beheimatet, werden heuer erstmals auch andere renommierte Kulturbetriebe in Niederösterreich als Veranstaltungsorte der Music Galleries herangezogen.

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