Blog

Bühne frei im Rudolf Buchbinder Saal

Nachmittagskonzerte 2026
Nina Stainer, Markus Hennerfeind
Rudolf Buchbinder Saal

Veröffentlicht: 22/06/2026

«Möge hier geprobt, gefeiert und musiziert werden, und möge die Musik die Menschen berühren»,
Rudolf Buchbinder

wünschte sich Rudolf Buchbinder bei der Eröffnung für den neuen Kammermusiksaal in Grafenegg. Und genau das haben wir im kommenden Sommer vor: Nach der großen Eröffnungsfeier laufen nun bereits die Vorbereitungen für die Konzerte, die heuer den Spielplan des Grafenegg Festival bereichern werden. Der Saal bietet einen hervorragenden Raum für kleinere Besetzungen – für Solo-Recitals, Lied und Kammermusik – sowie für die beliebten Einführungsvorträge, die hier nun mit viel Luft und Licht stattfinden können. Vor allem erwarten wir aber mit Spannung die neue Konzertreihe: die Nachmittagskonzerte an den vier Festivalsamstagen. Die Auswahl der Künstler:innen und der Programme ist – wie der Saal selbst – sehr vielseitig. Am Programm stehen: ein neuer Liederzyklus von Kevin Puts; Musik für Violine und Klavier von Sergej Prokofjew sowie Dmitri Schostakowitsch als österreichische Erstaufführung; bunt-vielfältige Arrangements für Violoncello-Ensemble – und ein Klavierrezital mit Werken von Frédéric Chopin, Nikolaj Medtner, Ludwig van Beethoven und einer Uraufführung einer Sonate von Kalevi Aho.

15/08/2026

«Emily - No Prisoner Be»

Joyce DiDonato

Im Mittelpunkt des ersten von vier Nachmittagskonzerten im neuen Rudolf Buchbinder Saal steht am 15. August die Lyrik von Emily Dickinson – eine der bedeutendsten Dichterinnen der Weltliteratur. Pulitzer-Preisträger Kevin Puts hat aus ihrem reichhaltigen Werk in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit der gefeierten Mezzosopranistin Joyce DiDonato und dem mehrfach ausgezeichneten Ensemble Time for Three einen Liederzyklus geschaffen, der 24 Gedichte von Emily Dickinson in Musik fasst. Jedes dieser Gedichte, so Joyce DiDonato, eröffne «einen eigenen Kosmos», mit dem titelgebenden knappen Gedicht zum Schluss: «No Prisoner be – / Where Liberty – / Himself – abide with Thee – (Keiner sei in Haft – / Wo sich Freiheit – / Dir zum Hausgenossen macht –)».

Joyce DiDonato & Time for Three
Joyce DiDonato & Time for Three © Shervin Lainez
22/08/2026

Sergei Dogadin

Daniil Trifonov

Auch in der Woche darauf findet sich die «magische» Zahl 24 im Programm wieder, wenn Sergei Dogadin und Daniil Trifonov am 22. August mit einer österreichischen Erstaufführung im Rudolf Buchbinder Saal zu Gast sind: «Sie klingen so geigerisch», schwärmte Dmitri Schostakowitsch über seine eigenen 24 Klavier-Präludien op. 34. «Geigerisch»? Ja, denn Dmitri Zyganov, Primarius des Beethoven-Quartetts und guter Freund Schostakowitschs, arrangierte 19 der kurzweiligen Preziosen für Violine und Klavier. Die Komponistin Lera Auerbach vervollständigte 2000 den Zyklus, der in Grafenegg in seiner kompletten Gestalt erstmals in Österreich zur Aufführung kommt. Sergei Dogadin und Daniil Trifonov, beide einst Gewinner des Tschaikowski-Wettbewerbs, zählen zu den berufensten Interpreten der Gegenwart. An den Beginn ihres Kammerkonzerts stellen sie die David Oistrach gewidmete und von ihm und Lev Oborin 1946 uraufgeführte 1. Violinsonate Sergej Prokofjews, in der die Stimmung der Entstehungszeit auf ebenso beklemmende wie plastische Weise in Töne gefasst ist.

Sergei Dogadin
Sergei Dogadin © Anastasia Steiner
29/08/2026

Gautier Capuçon

Capucelli

Am 29. August steht der Rudolf Buchbinder Saal ganz im Zeichen des Violoncellos, wenn der Meistercellist Gautier Capuçon und seine sechs Mitstreiter:innen am vielleicht schönsten Streichinstrument zu Gast sind. Der weltberühmte und in Grafenegg gerne gesehene Capuçon zählt heute zu den herausragenden Cellovirtuosen. Als ebenso leidenschaftlicher Lehrer führt er sein Engagement für die Meisterklasse an der Foundation Louis Vuitton fort. Teil der Capucelli werden dabei stets nur die besten Cellist:innen und Preisträger:innen seiner «Classe d’Excellence de violoncelle». Das Programm mit Musik aus allen Genres und Stilrichtungen umfasst Bearbeitungen und Transkriptionen für dieses einzigartige Spezialensemble, das neben dem selbstverständlichen künstlerischen Ausnahmerang unbändige Spielfreude nach Grafenegg mitbringt.

Gautier Cauçon
Gautier Cauçon © Anoush Abrar
05/09/2026

Alexandre Kantorow

Den Abschluss der Nachmittagskonzerte im Festival 2026 bestreitet am 5. September ein Jahrhundertvirtuose, Poet am Klavier, Tastenmagier und Phänomen: Das Musizieren des französischen Pianisten Alexandre Kantorow wirkt gleichzeitig höchst durchdacht und erfrischend spontan, gedankenvoll und impulsiv. Dass sich in seinem Klavierspiel obendrein eine schlackenlose Technik mit untrüglicher Stilsicherheit paart, festigt seinen Ruf als einer der größten Pianisten unserer Zeit. Mit 22 gewann er 2019 den berühmten Tschaikowski-Wettbewerb und konnte neben der Goldmedaille auch den Grand Prix für sich verbuchen, eine Auszeichnung, die in der seit 1958 ausgetragenen Geschichte des Wettbewerbs erst dreimal vergeben wurde.

Alexandre Kantorow
Alexandre Kantorow © Sasha Gusov
«Möge die Musik die Menschen berühren»
Rudolf Buchbinder

Das wünschen auch wir uns für diesen ersten Festivalsommer mit dem Rudolf Buchbinder Saal und freuen uns auf eine Konzertreihe voller emotionaler, überraschender und inspirierender Momente!

    Gautier Capuçon
    Festivalwochenende 3 Rudolf Buchbinder Saal Samstagskombi Grafenegg präsentiert Festival
    29/08/2026 Sa
    15.30 Uhr

    Gautier Capuçon

    Capucelli

    Gautier Capuçon · Capucelli

    ROSSINI / DUNCKEL / PIAZZOLLA / DELIBES / TSCHAIKOWSKI / BARNES / VERDI / U.A.

    Rudolf Buchbinder Saal
  • Da JavaScript dekativiert ist, werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Da dein Browser nicht supportet wird, werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Auf Grund von zu geringer Bandbreite werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Auf Grund von zu schwacher Hardware werden einige Inhalte nicht geladen.